Dankesrede von Beate Tröger zum Alfred-Kerr-Preis

Die lyrische Form als Freiheit des Schreibens und Denkens

31. März 2025
Redaktion Börsenblatt

Wie Reime und auch die freie Form von Gedichten den Weg in das Herz der Menschen ebnen, beschreibt Beate Tröger in ihrer Dankesrede. Tröger wurde bei der Leipziger Buchmesse mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2025 ausgezeichnet.

Beate Tröger 

"Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Juror:innen für den Alfred-Kerr-Preis, liebe Freundinnen und Freunde!

Als Alfred Kerr mir zum ersten Mal begegnete, wusste ich nicht, dass ich es mit dem berühmten, spitzfedrigen Kritiker zu tun hatte. Es war beim Lesen eines Kinderbuches, das, wie alle guten Kinderbücher, Erwachsene wie Kinder gleichermaßen lesen können. Ich sah ihn durch die Augen seiner Tochter Judith, die der Vater, so weiß es Kerrs Biographin Deborah Vietor-Engländer, besonders liebte.

In Als Hitler das rosa Kaninchen stahl, 1971 unter dem Titel When Hitler Stole Pink Rabbit im englischen Original und 1973 in der Übersetzung von Annemarie Böll erschienen, spricht das zehnjährige Mädchen Anna, wie Judith Kerr in diesem autofiktionalen Roman heißt, anfangs mit einer Freundin. Es ist Januar 1933, wenige Tage vor Hitlers Machtergreifung, die Mädchen unterhalten sich über ein Plakat, das Hitler zeigt: „Er will, daß alle bei den Wahlen für ihn stimmen und dann will er den Juden einen Riegel vorschieben.“ Anna ahnt, dass dieser perfide Plan Konsequenzen für sie und ihre Familie hat. Dass ihr Vater, der als Jude und Sozialdemokrat seitens der Nationalsozialisten doppelt unerwünscht ist, sein Reisegepäck griffbereit hält, weiß sie nicht.

Anna möchte Schriftstellerin werden. Die theater- und literaturkritische Tätigkeit ihres Vaters ist in der Familie omnipräsent, ganz offensichtlich ist er ihr schreibend ein Vorbild, auch im Viertel ist er bekannt. Die Schreibwarenhändlerin Fräulein Lambeck spricht Anna auf ihn an: „Wie geht es deinem lieben Vater? Ein wunderbarer Mensch! Ich lese jedes Wort, das er schreibt. Ich habe alle seine Bücher und höre ihn immer im Radio. Aber diese Woche hat er nichts in der Zeitung – hoffentlich ist er nicht krank!“

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl hat mich mehr als vierzig Jahre nach der ersten Lektüre beim Wiederlesen erneut gebannt: Von der Bedrohung dieser Familie, der Ungewissheit des Aufbruchs, dem Verlust des Status, der Fremdheit in der Schweiz, von Paris auf dem Weg nach London, Armut und dem ambivalenten Gefühl der Exilanten, davongekommen zu sein, von alldem erzählt der Roman, der aufgrund seiner Sprache und angesichts derzeitiger Verhältnisse jeden Haltbarkeitstest besteht.

Alfred Kerr: des Lobens und Liebens wie des Verreißens und Hassens gleichermaßen fähig

Bewegend wird geschildert, wie der gefürchtete, so mächtige Kritiker Kerr, der des Lobens und Liebens wie des Verreißens und Hassens gleichermaßen fähig war, ernsthaft und ermutigend mit der Tochter umgeht, die sich im Dichten ausprobiert: „Eins hatte von einer Feuersbrunst gehandelt und eins von einem Mann, der unter schrecklichen Qualen starb, nachdem er von einem Landstreicher verflucht worden war. Sollte sie es einmal mit einem Schiffbruch versuchen?“

Weshalb Anna ausgerechnet auf diese Stoffe kommt, muss man sich nicht fragen, sie erspürt ja, was passiert, ihre Sprache reagiert darauf. Und doch tröstet und freut es sie, zu dichten, die Gedichte zu illustrieren: „Allerlei Wörter reimten sich auf ,See‘, und man konnte ,Welle‘ und ,helle‘ reimen.“ Die Reime werden hier wie Orientierungsmarken oder Haltegriffe geschildert. Als Anna die Gedichte ihrem Vater zeigt, der in seinem Zimmer vor der Schreibmaschine und einem Berg von Papieren sitzt, „mit angespanntem Ausdruck in seinem schmalen Gesicht“, heißt es: „Er las es zweimal durch und sagt, es sei sehr gut.“ „Sollte es nicht fröhlicher sein?“, fragt Anna, und der Vater antwortet: „Wenn du über Unglück schreiben willst, musst du es auch tun. Es hat keinen Zweck, das zu schreiben, was andere Leute hören wollen. Man kann nur dann gut schreiben, wenn man versucht, es sich selbst recht zu machen.“

Ist es nicht erstaunlich, dass ausgerechnet der gefürchtete Kritiker Kerr hier als Vater einer Tochter auftritt, deren Kreativität er ihr ganz und gar zugesteht, sodass diese sich unbeirrt entfalten kann? Die Autorin Judith Kerr hat auf der Grundlage dieses Vertrauens ein Werk geschaffen, das in ganz anderer Weise aufklärerisch wirkte und wirkt als das des Vaters; sie hat mit Als Hitler das rosa Kaninchen stahl zugleich die Bedrohung geschildert, die mit dem Schreiben einhergehen kann, wenn die Meinungsfreiheit nicht mehr gewährleistet ist, hat die Selbstermächtigung durch das Schreiben, die Aufforderung, dem eigenen kritischen Maßstab zu vertrauen, benannt, den Trost, den das Schreiben, hier das von Gedichten, verspricht, wenn auch nicht unbedingt zuverlässig oder dauerhaft.

Dieses Gespräch des Vaters mit der Tochter, das erfahren die Leser erst am Ende des Kapitels, wird das letzte zwischen ihnen im Berliner Zuhause sein, ehe Kerr ins Exil vorausgeht. Später wird die Familie ihr Leben weiterführen, zwar gebrochen, aber eben weiterführen, anders als die Juden, denen die Flucht nicht gelungen ist. Kerrs Sohn Michael, der im Roman Hans heißt, wird als Erster nicht in England Geborener zum höchsten Richter in England werden. Judith Kerr wird Schriftstellerin werden, und es war tatsächlich, so erfährt man bei Deborah Vietor-Engländer, ihre Art, über ihren Vater zu sprechen, die Alfred Kerrs Biographin veranlasste, dessen Leben und Tun gründlicher zu verstehen. Alfred Kerr, der zum Ende seines Lebens britischer Staatsbürger geworden war, der nie mehr an seinen Erfolg in Deutschland anknüpfen konnte, wird nach einem Schlaganfall während einer Vortragsreise durch Deutschland im Jahr 1948 Suizid verüben und noch die letzten Minuten seines Lebens schreibend zubringen. Man könnte nun weiter nachdenken über die Situation Exilierter, aufgrund bestimmter Eigenschaften willkürlich Verfolgter, über Arbeitsbedingungen eines Großkritikers, der in der Fremde weiterhin versucht, das Einkommen für die Familie zu erwirtschaften, – all das wäre hochbrisant und aktuell. Doch als eine, die viel Lyrik rezensiert, möchte ich mit Ihnen auf die Dichtung schauen, auf das Verfassen von Versen, die sich reimen.

Von der Überzeitlichkeit präziser Literatur

Auch Alfred Kerr hat gedichtet. Man kann sich fragen, ob die Gedichte zum Besten zählen, was er hervorgebracht hat, etwa als er in kurz aufflackernder Begeisterung für den Ersten Weltkrieg „Mobilmachung“ schrieb, das am 2. August 1914 erschien und sich an einer jubelnden Kriegsrhetorik berauscht. Rasch besinnt er sich eines Besseren, wie ein später verfasstes Gedicht zeigt, Begegnung:

„Und als es vier Wochen gedauert hat / Waren sie krank und hundematt
Deutsche, Franzosen im Höhlenhaus, / Frierend. Manchmal brachen sie aus.
Zerfleischten einander … mit schwankendem Glück, / Dann
schleppten sie sich in die Gräben zurück
Und als es fünf Wochen gedauert hat, / Waren sie still und hundematt.“

Und in der dritten Strophe:

„Die Schützen haben still verharrt; / Die Toten wurden eingescharrt
Jeder ging zu seinen Genossen. / In der Nacht ward weitergeschossen.“

Das ist sympathischer als das zuerst erwähnte Gedicht, zeigt aber, dass ein Gesinnungswandel allein noch nicht zu großartiger Lyrik führt. Doch jenseits der Frage, wie gut die zitierten Gedichte nun seien, verankern sie sich im Gedächtnis – über den Reim, den Gleichklang der Wörter. Das nutzte Kerr auch in seinen Kritiken, von denen etliche in Reimen verfasst sind. Diese Bindekraft des Reims kennt Kerr, kennt das Mädchen Anna.

Und auch das Mädchen, das ich einmal war, fühlte sich von Reimen angezogen, sehr früh von denen Wilhelm Buschs, so reinen, temporeichen, wie „Ritzeratze! voller Tücke / In die Brücke eine Lücke“ oder „Jeder weiß, was so ein Mai-/Käfer für ein Vogel sei. / In den Bäumen hin und her, /Fliegt und kriecht und krabbelt er“ aus Max und Moritz, wenn sich über das Reimpaar „fliegt und kriecht“ ein unreiner Widerhaken ins Harmonische schiebt, der die Bindekraft paradoxerweise zugleich verstärken und verstören kann. Doch nicht nur Buschs Verse, die ihr Sprachmaterial dehnen und strecken und walzen wie den Teig für Kuchen, entzückten mich. Es waren auch die Illustrationen dazu, etwa im Naturgeschichtlichen Alphabet unter dem Buchstaben G:

„Die Gams im Freien übernachtet, Martini man die Gänse schlachtet.“

Busch illustrierte diese Verse so: Im Vordergrund sieht man zwei Männer, einer dreht die Kurbel eines Schleifsteins, der andere wetzt am rotierenden Stein das Messer, eine Magd scheucht durch ein Tor die Gänse in deren Richtung. Im Bildhintergrund hat Busch eine Hügelkette gezeichnet, auf der eine Gämse wie ein menschlicher Rückenschläfer liegt. Ordentlich über sie hingebreitet – Martini ist ja im November! – ist eine Decke, damit sie nicht friert. Busch hat an alles gedacht, das konnte die Sechsjährige erkennen. Die Begeisterung für die Bildgeschichten war lebhaft, aber auch das Düstere, Abgründige, Schiffbrüchige, für das dieser Autor ja auch ein ganz besonderes Gespür hatte, konnte die Sechsjährige sehen. Was auch abfärbte: Buschs Begeisterung für die Materialität der Sprache, die er mit so vielen Dichtern teilt, unter ihnen Else Lasker-Schüler, die in Konzert den Buchstaben „ein Tuch um den Hals malte“, damit sie nicht so frieren, und über deren Prosa in der Kritischen Werkausgabe ich 2001 meinen ersten Artikel für die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb.

Ganz sicherlich bin ich Kritikerin geworden, weil ich mit denen in der Bibliothek, am Schreibtisch, in der Küche sitzen wollte, die etwas teilen, was Paul Celan die „wildernde Überzeugung, dies sei anders zu sagen als so“ genannt hat.

Reime als akustische Haltegriffe

Dass die Sprache leibhaftig werden, magisch sein, das Vertraute produktiv fremd werden lassen, Zeitgrenzen überwinden kann, übermittelte sich im nichtakademischen, tief protestantischen Haushalt meiner Kindheit auch über Kirchenlieder. Von ihnen, insbesondere von den lang überlieferten, konnte ich vieles über Sprache lernen, etwa von dem so bekannten von Joachim Neander aus dem Jahr 1680 mit seinen zahlreichen Epenthesen, Lauteinschiebungen innerhalb eines Wortes:

„Lobe den Herren,
der alles so herrlich regieret,
der dich auf Adelers
Fittichen sicher geführet,
der dich erhält,
wie es dir selber gefällt;
hast du nicht dieses verspüret?“

Von diesen Zeilen verstand ich, wenn noch nicht das Wort „Fittiche“, so doch schon, dass mit „Adelers Fittichen“ unmöglich meine Schwester Adele gemeint sein konnte.

Auch hier waren Reime akustische Haltegriffe, sie verankerten das Gesagte im Gedächtnis. Die Engländer sagen statt auswendig lernen „to learn it by heart“, was viel schöner ist, es ist ja etwas Inwendiges darum, Gedichte und Lieder so bei sich zu haben.

Dazu möchte ich Ihnen die Anekdote wiedergeben, die mir kurz nach der Bekanntgabe der Kerr-Preis-Nachricht beim Samstagseinkauf eine Bekannte erzählte, die ich zufällig vor dem Kühlregal traf und die mir gratulierte: Die Mutter ihres Mannes, inzwischen 102 Jahre alt und noch immer allein lebend, anteilnehmend am Geschehen der Welt, habe kürzlich angesichts der politischen Lage abends nicht einschlafen können. Um das Kreisen der Gedanken zu unterbrechen, habe sie versucht, ein Gedicht zu memorieren, sich bei der Suche nach einigen entlegeneren Reimen schwergetan. Darüber sei sie schließlich eingeschlafen und am Morgen wieder aufgewacht: beruhigt, sich aus einem Gefühl der Ohnmacht herausgewunden zu haben.

All diese Besonderheiten und Geschichten um die Gedichte, und heute habe ich fast nur Kindergeschichten erzählt, sind es, die mich immer wieder so faszinieren, dass ich mit ihnen, mit den Möglichkeiten, darüber zu sprechen, in Verbindung sein möchte. Es sind die Gedichte, aber auch die Geschichten der Menschen, die Welt als Sprache begreifen, oder durch Sprache begreifen möchten, es müssen nicht Lyriker:innen, es können, siehe Judith Kerr, auch Autorinnen von Prosa oder Drama sein. Und alle anderen sowieso.

In dieser eher versöhnlichen Haltung teile ich womöglich wenig mit dem Kritiker Alfred Kerr, schon mehr mit dem Vater Kerr, habe Ihnen aber erzählt, wie es dazu kam, dass mich Gedichte bis heute so anziehen. Wenn sich die Reime dabei manchmal regelrecht hineinbohren in die Ohren und das Hirn, auch in Parolen und Propagandaversen, im einseitigen Blick, den man vielleicht auch bewusst wählt, um den eigenen Standpunkt einzunehmen, wenn sie nicht selten auch den Umstand des homo homini lupus de natura transportieren, wenn sie auch vom Tod, vom Ende erzählen, das wären andere Geschichten. Sie führen ein Stück, wenn auch nicht völlig weg von Wilhelm Busch, Joachim Neander, hin zu Dichtern wie Paul Celan, Ilse Aichinger, jüngst zu Bänden der koreanischen Lyrikerin Kim Hyesoon oder der schottischen Lyrikerin Nancy Campbell, vom Gebundenen zum Ungebundenen, von der Formstrenge in die Freiheit der Form, auch in eine andere Freiheit des Schreibens und Denkens, die – und damit schließt sich der Kreis zum Beginn dieser Rede – Alfred Kerr seiner Tochter vorlebte und beibrachte, zu der er sie ermutigte.

Ganz sicherlich bin ich Kritikerin geworden, weil ich mir meine Freiheit nie ganz habe nehmen lassen wollen, was beileibe alles andere als einfach war. Weil ich mit denen in der Bibliothek, am Schreibtisch, in der Küche sitzen wollte, die etwas teilen, was Paul Celan die „wildernde Überzeugung, dies sei anders zu sagen als so“ genannt hat.

Dank den Autorinnen und Autoren, die ihr Leben für das eingesetzt haben oder einsetzen, ohne das ich mir meines nicht denken kann.

Literaturkritik braucht Förderer

Umso mehr danke ich der Jury, dass sie sich in diesem Jahr in ihrer Entscheidung für eine entschieden hat, die sich oft nicht sehr fest gehalten fühlt von den Bedingungen der Arbeit einer selbständigen Kritikerin und die die Möglichkeiten dieser Arbeit für die Zukunft sorgenvoll betrachtet. Dank all denen, die mir Türen geöffnet haben, durch die zu gehen die Freiheit befördert hat. Es waren und sind so viele! Namentlich geht dieser Dank an meinen vor drei Wochen verstorbenen Deutschlehrer Franz Foff, an meine verstorbene Berliner Professorin Marlies Janz, an Hubert Spiegel von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der mich 2001 auf der Grundlage eines unverlangt eingesandten Manuskriptes in den Kreis freier Autorinnen aufnahm, und an Insa Wilke, die mich in einer Weise unterstützt hat, die eine eigene Rede verdiente. Ich bitte alle um Verzeihung, die ich nicht namentlich nenne, obwohl sie hier sind, die mich ermutigen, indem sie mit mir vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Dank den Autorinnen und Autoren, die ihr Leben für das eingesetzt haben oder einsetzen, ohne das ich mir meines nicht denken kann: für das Schreiben, an dem man sich freuen, das Schreiben, an dem man sich reiben kann, ohne das es den Kritikerberuf niemals gäbe – übrigens etwas, das Kritiker tunlichst noch im wütendsten Verriss nicht vergessen sollten.

Dank der Wahlfamilie meiner Freundinnen und Freunde, die anwesenden, namentlich meiner Laudatorin Katrin Schuster, und denen, die in Gedanken dabei sind! Und Dank an meine Kernfamilie, an diejenigen, die nicht hier sein können, obwohl sie es gerne wären, und an diejenigen, die heute dabei sind und mich schon dadurch an das Gute erinnern, das Familien auch bedeuten können. Vielen Dank Ihnen, Euch allen."

 

Zur Person

Beate Tröger wurde 1973 in Selb/Oberfranken geboren und studierte in Berlin und Erlangen Germanistik, Anglistik, Theater-, Film und Fernsehwissenschaft. Ihr Studium schloss sie mit einer Magisterarbeit über Paul Celans Büchner-Preis-Rede ab. Sie ist freiberufliche Kritikerin und Autorin u.a. für Deutschlandfunk, SWR, WDR, "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und "Der Freitag", schreibt Features und publizierte Aufsätze u. a. zu Paul Celan, Peter Kurzeck und Friederike Mayröcker. Sie hatte Lehraufträge für Literaturkritik an der Justus-Liebig-Universität Gießen und am Mediacampus Frankfurt inne. Sie ist zudem Beraterin und Moderatorin des Poet*innenfests Erlangen. Als Jurorin ist sie derzeit u. a. in der Vorjury für den Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darmstadt, in der Jury für den Horst-Bienek-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und in der Vergabejury der Villa-Aurora-Stipendien tätig.

Die Auszeichnung

Beate Tröger ist 2025 mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet worden. Mit der Auszeichnung würdigt eine Jury literaturkritisches Schaffen in den deutschsprachigen Medien. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gemeinsam mit dem Fachmagazin "Börsenblatt" des Technologie- und Informationsanbieters MVB vergeben und von der Klett-Stiftung gefördert. In der Jury wirken mit: Alexandra Pontzen (Literaturwissenschaftlerin Universität Duisburg-Essen), Klaus Reichert (Ehrenpräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung), Klaus Schöffling (früherer Verleger), Michael Roesler-Graichen (Börsenblatt), Lilly Ludwig (Buchhändlerin, im Vertrieb der Aufbau-Verlage tätig) und Thorsten Ahrend (Programmleiter und Geschäftsführer Literaturhaus Leipzig).