Im Februar war "Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte" (Reprodukt; ET: 3. Februar) von Ulli Lust neu auf Platz 3 in die Top 10-Prolit-Liste eingestiegen: Einen Monat später, im Erfassungszeitraum 1. bis 31. März, klettert der Titel nun auf Platz 1. In dem Sachcomic geht es um Frauen in der Steinzeit, "die Anfänge der Kunst und die Bedeutung der Empathie für das Überleben unserer Spezies: Rund um die archaisch-weiblichen Figurinen entfaltet sich eine vergessene Welt, in der die Heldenreise Gruppensache war, die nur gemeinsam bestanden werden konnte, von Frauen, Männern, Kindern oder auch nichtbinären Menschen in mitunter reich geschmückter Rolle", formuliert der Verlag.
- Der NDR hat ein Gespräch mit Ulli Lust zum Buch geführt: hier. Und eine lesenswerte Rezension von Martin Reiterer ist im österreichischen "Standard" erschienen: hier
Neu auf Platz 2 sind Henryk M. Broder und Reinhard Mohr mit "Good Morning Germanistan! Wird jetzt alles besser?" (Europa Verlag; ET: 3. April). Angekündigt wird im Klappentext "eine Bestandsaufnahme der Republik nach der Neuwahl". Die beiden Autoren "betrachten, protokollieren und resümieren (...) mit den Verhältnissen schmerzhaft abgerungenem Resthumor, Ironie und gebotener Schärfe, wie sich das Land im politischen Umbruch präsentiert", formuliert der Verlag. Vor zwei Jahren hatte das Duo "Durchs irre Germanistan. Notizen aus der Ampel-Republik" im Europa Verlag vorgelegt.
Ebenfalls neu vertreten ist ein im Frankreich des 18. Jahrhunderts angesiedelter Liebesroman der Schriftstellerin und Übersetzerin Christine Wunnicke: "Wachs" (Berenberg; ET: 27. März – Platz 6). Der "Perlentaucher" hat Rezensionen zum Buch zusammengefasst: hier.
Weiter finden sich ein Roman und ein Sachbuch des Verlags Matthes & Seitz Berlin frisch in der aktuellen Prolit-Liste: "Skyrmionen. Oder: A Fucking Army" (ET: 20. März – Platz 8) von Dietmar Dath (seine Lesungstermine: hier) und "Rauch und Asche. Die geheime Geschichte des Opiums" (ET: 20. März – Platz 10) von Amitav Ghosh.