Gastspiel von Jörg Braunsdorf

Buchhandlungen sind aktiver Teil der Zivilgesellschaft

31. März 2022
Jörg Braunsdorf, Inhaber der Tucholsky-Buchhandlung in Berlin-Mitte

Die Buchhandlung als Treffpunkt, Anlaufpunkt, Ort für Kommunikation, die Antworten auf Fragen der Kund:innen gibt und gesellschaftspolitisch handelt: Sie wird mehr denn je gebraucht, meint Jörg Braunsdorf.

Als Teil des Buchladenkollektivs im Buchladen am Kornmarkt in Wetzlar 1990 konfrontierte uns der Einmarsch des Irak in Kuwait und der dann eskalierende Kriegseintritt einer Koalition unter Führung der USA mit einer Kriegsrealität, die insbesondere für die jüngere Generation eine neue Bedrohung darstellte. Schon damals diskutierten wir über den Buchhandel als kommunikativem Raum. Im Grunde genommen nichts Neues. In der Tradition des Verbands Linker Buchhandlungen machten politische, inhabergeführte Buchhandlungen in ihren Räumen gemeinsame Diskussionsangebote. Und so war klar, die Buchhandlung als Treffpunkt, als Materiallager, als Ort für Aktivisten, als Ort nächtlicher Flugblattschreibender, als Litfaßsäule für regelmäßige Infos im Schaufenster, als Verteilerort, öffnete sich politischen Aktionen.

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