Auszeichnung

Schweizer Grand Prix Literatur für Fleur Jaeggy

14. Februar 2025
Redaktion Börsenblatt

Die Schriftstellerin Fleur Jaeggy erhält den mit rund 42.000 Euro dotierten Schweizer Grand Prix Literatur. Die Jury würdigt damit ein Gesamtwerk, das sich mit kühler, fast asketischer Prosa in die tiefsten Abgründe der menschlichen Existenz wagt. Ebenfalls vergeben wurden die Schweizer Literaturpreise 2025.

Bücher von Fleur Jaeggy

Fleur Jaeggy schreibt Romane, Erzählungen und Geschichten. Ihre Bücher, die sie alle auf Italienisch geschrieben hat, wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und regelmäßig in der "New York Times" besprochen. In Italien, wo die Autorin seit langem lebt, wurde sie mit zahlreichen Preisen geehrt.

Der mit 40.000 Franken dotierte Preis des Bundesamtes für Kultur ist die höchste Auszeichnung, die ein Autor oder eine Autorin aus der Schweiz für das Gesamtwerk bekommen kann. In der Laudatio wird hervorgehoben, es gelinge Fleur Jaeggy "Emotionen und psychische Leiden stets kontrolliert und unbeirrt auszudrücken". Ihre Texte lassen "keinen Raum für Trost", sie "gehen tief und sind nie sentimental."

Ihr bekanntester Roman ist "I beati anni del castigo", im Deutschen "Die seligen Jahre der Züchtigung" (Suhrkamp), von 1989. 

Schweizer Literaturpreise 2025

Neben dem Schweizer Grand Prix Literatur und dem Spezialpreis Vermittlung an "Sofalesungen" (40.000 Franken) hat die Eidgenössische Jury für Literatur die folgenden im vergangenen Jahr erschienene Werke mit einem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet:

  • Fabio Andina: "Sedici mesi", Soveria Mannelli, Rubbettino Editore
  • Romain Buffat: "Grande-Fin", Nyon, Éditions Double ligne
  • Eva-Maria Leuenberger: "die spinne", Graz, Literaturverlag Droschl
  • Laura Leupi: "Das Alphabet der sexualisierten Gewalt", Berlin, März Verlag
  • Catherine Lovey: "histoire de l’homme qui ne voulait pas mourir", Genève, Éditions Zoé
  • Nadine Olonetzky: "Wo geht das Licht hin, wenn der Tag vergangen ist", Frankfurt am Main, S. Fischer Verlag
  • Béla Rothenbühler: "Polifon Pervers", Luzern, Der gesunde Menschenversand Verlag

Diese Preise sind mit je 25.000 Schweizer Franken dotiert.

Mehr zu den Preisen auf der Website der Schweizer Kulturpreise.