Finn Job erhält Alfred Döblin-Medaille 2025
Die Ehrung an Finn Job wird von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz für seine Romane "Hinterher" und "Damenschach" vergeben.

Finn Job
Die Ehrung an Finn Job wird von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz für seine Romane "Hinterher" und "Damenschach" vergeben.
Finn Job
Für seine Romane "Hinterher" und "Damenschach" (beide bei Wagenbach) wird Finn Job mit der Alfred Döblin-Medaille der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz ausgezeichnet, wie diese mitteilt. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt Autor:innen für deren erste vielversprechende Veröffentlichungen und Arbeiten.
Jobs Debütroman "Hinterher", so die Jury, "nimmt die Leser mit auf eine emotionale Reise in die Normandie und offenbart dabei die unglückliche Vorgeschichte des (namenlosen) Protagonisten. Mit einer Mischung aus skurrilen Charakteren und überbordender Fabulierlaune gelingt es Job, sowohl zu unterhalten als auch zum Nachdenken anzuregen. Durch die Mischung verschiedener Sprachen und Stile vermag er, den Leser bis zur letzten Seite in seinen Bann zu ziehen."
Weiter heißt es: "Mit einem Feuerwerk von Dialogen der auftretenden Figuren, das an screwball comedies erinnert, thematisiert er in seinem zweiten Roman 'Damenschach' nicht nur persönliche und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten, sondern auch die Herausforderungen der gegenwärtigen Gender-Diskurse. Mit scharfer Beobachtungsgabe und einem feinen Gespür für Gesprächssituationen schafft Job ein Kammerspiel, das sowohl unterhaltsam als auch tiefgründig ist. Der mutige Umgang des Autors mit Sprache und seine Fähigkeit, komplexe Themen in erzählerische Texte einzubinden, machen ihn zu einer herausragenden Stimme seiner Generation deutschsprachiger Autorinnen und Autoren."
Finn Job, geboren 1995 in Hannover, lebt in Berlin. Er studierte vorübergehend Literatur, Philosophie und Kunstgeschichte. Gelegentlich schreibt er Essays, Glossen und Kurzgeschichten für deutschsprachige Zeitungen und Magazine. Sein Schreiben wurde unter anderem vom Deutschen Literaturfonds und vom Berliner Senat gefördert. 2022 erschien "Hinterher", 2024 "Damenschach", beide im Verlag Klaus Wagenbach.
Die Preisverleihung findet am 10. April 2025 in der Akademie statt. Die Laudatio auf Finn Job hält Sebastian Guggolz.