Im Rahmen der Kooperation werden künftig zweimal im Jahr Autor:innen eingeladen, ihre ganz persönlichen, musikalischen Playlists mitzubringen. Mit und vor Publikum werden diese angespielt, es wird über Musik, über Literatur und das Schreiben gesprochen: Gibt es nicht auch berühmte Buchtitel, die lieber ein Song gewesen wären? Und wonach klingen die "Brüder Karamasow" oder "Die Glasglocke"? – Iron Maiden oder Portishead?
"Für mich sind Musik und Literatur immer eng verknüpft gewesen. Schon als Kind erinnere ich mich, dass ich zu jedem Buch eine Kassette hatte, die in meinem Walkman lief, bis ich das Buch fertig hatte", sagt Gregor Praml, Leiter der Romanfabrik. "Bis heute verbinden sich dadurch gewisse Lieder mit einem Text/einer Geschichte. Darüber hinaus liebe ich den Live-Talk zwischen Menschen, schon das Format 'The LOKAL Listener' bietet mir seit Jahren die Möglichkeit, ihn selbst mit Musiker:innen zu führen. Jetzt kommen mit 'Meine Playlist' die Literat:innen dazu – wie wunderbar!" Hauke Hückstädt, Leiter des Literaturhaus Frankfurt am Main, teilt diese Begeisterung: "Was unsere Häuser auch zusammenführt, ist die Neugier, was passiert, wenn wir mit Autorinnen und Autoren sprechen über Dinge, die für ihr Wirken und Werken nicht erstrangig scheinen, aber doch präsent sind. Also Musik." Elif Shafak habe zu erkennen gegeben, dass sie sich mit den verschiedensten Ausformungen von Death Metal aufs Schreiben einstimme. Andere, wie Maren Kames oder Jan Wilm, gäben ihren Büchern Playlisten mit. "Darum könnte es auf kurzweiligste Art immer gehen: die Playlist der Hintergründe. Gemeinsam Musik hören und darüber auch sprechen. Ganz viel Unterhaltungsshow, ein wenig Trash und etwas Stilkunde."