"Habe mein Lektorenleben lang gekämpft"
Lektor Martin Hielscher hat mehr als 20 Jahre das belletristische Programm im C.H. Beck-Verlag geprägt. Zu seinem Abschied hat ihn Marie Schmidt für die "Süddeutsche Zeitung" interviewt.
Lektor Martin Hielscher hat mehr als 20 Jahre das belletristische Programm im C.H. Beck-Verlag geprägt. Zu seinem Abschied hat ihn Marie Schmidt für die "Süddeutsche Zeitung" interviewt.
Es ist ein Gespräch über gekränkte Autoren, den Beruf des Lektors und Moden im Literaturbetrieb – und natürlich über seine eigene Berufslaufbahn, in der er Uwe Timm und Christian Kracht und viele andere Autorinnen und Autoren begleiten konnte.
Das Gespräch dreht sich u.a. um aktuelle Diskurse und den Leserschwund, Autofiktion und alte Weiße Männer uvm.
Ich habe mein Lektorenleben lang gekämpft, weil sich anspruchsvolle Literatur immer legitimieren musste.
Hielscher berichtet, wie es für ihn war Lektor zu werden – ein seltsamer Beruf, für den es keine Ausbildung gibt – und wie er von seinen Autor:innen gelernt hat.
Man ist Echokammer, Spiegel, gelegentlich Mitautor, aber nur, indem man den Text nach seinen eigenen Kriterien und im Sinne der Autorin oder des Autors besser machen können muss.