Die Gegenwart erinnert Wiik an 1938: "Am 24. Februar 2022 war ich fertig mit meinem Roman. Damals habe ich gedacht, das in der Ukraine wird schnell vorbei sein. Aber dann ist ein neuer Mann auf der Bühne erschienen, Wolodymyr Selenskyj. Und er ist auch Schauspieler – wie Martin Linge. Der Zusammenhang in Linges Biografie zwischen seiner schwierigen Karriere als Schauspieler und seinen militärischen Fähigkeiten spielt in meinem Roman eine große Rolle. Und plötzliche sah ich in Selenskyj dieselbe Intensität, dieselbe Überzeugungskraft, und denselben Willen zum Sieg – so wie ich das alles detailliert bei Martin Linge beschrieben hatte. Und jetzt stehen wir wieder vor denselben Fragen wie damals: Sollen wir in den Krieg ziehen und unser Leben opfern? Aber wofür genau? Vielleicht schicken wir bald wieder viele unserer jungen Menschen an die Front?"
Wiik erinnert daran, dass Linge ein schlechtes Gewissen hatte, seine sehr jungen Kameraden, die noch Teenager und jünger als sein eigener Sohn waren, für den Krieg zu begeistern. Sein Kind blieb auf seinen Wunsche hin in Sicherheit und studierte. "Und heute sollen junge Menschen vielleicht bald wieder für ihr Vaterland fallen, sollen ihr Leben für die Freiheit Norwegens und Europas opfern? Wir sind heute wieder in derselben Situation wie Linge damals. Davon bekomme ich Alpträume."