Die weltgrößte Publikumsverlagsgruppe Penguin Random House habe 2024 ein Rekordjahr verzeichnet, so der Geschäftsbericht 2024, in dem sie mehr Bücher akquirierte, veröffentlichte und verkaufte als je zuvor. Maßgeblich zurückzuführen auf höhere Verkaufspreise, ein breites Spektrum an Titeln aus allen Genres und ein Wachstum der Hörbuchverkäufe lag der Umsatz 2024 mit 4,9 Milliarden Euro um 8,5 Prozent über dem Vorjahr (4,5 Mrd. Euro), so das Unternehmen. Das Operating EBITDA adjusted betrug 739 Millionen Euro (Vorjahr: 664 Mio. Euro; plus 11,3 Prozent). Die EBITDA-Marge lag bei 15,0 Prozent (Vorjahr: 14,6 Prozent). Das organische Wachstum machte 7,8 Prozent aus.
Die Märkte für gedruckte Bücher hätten sich im Jahr 2024 insgesamt wachsend entwickelt, so der Geschäftsbericht. In den USA wuchs danach der Umsatz mit gedruckten Büchern moderat und im spanischsprachigen Raum stark. In Großbritannien entwickelte er sich ebenso wie in Deutschland stabil. Der Markt für E-Books war in den USA leicht und in Großbritannien stark wachsend. Die Umsätze mit digitalen Hörbüchern verzeichneten sowohl in den USA als auch in Großbritannien ein starkes Wachstum.
Penguin Random House konnte laut Geschäftsbericht seine Marktanteile 2024 in den meisten seiner Märkte steigern. Durch die Erweiterung ihres Portfolios im vergangenen Geschäftsjahr sei die Verlagsgruppe bedeutend gewachsen. Penguin Random House erhöhte seine Beteiligung am erfolgreichen US-Verlag Sourcebooks auf 75 Prozent und erwarb unter anderem die Verlage Quadrille, BOOM! Studios, Amber-Allen Publishing und Hay House.
Penguin Random House US entwickelte sich 2024 besser als der Gesamtmarkt und steigerte seinen Marktanteil auf 23,8 Prozent (Vorjahr: 22,9 Prozent). Im Januar schloss die Verlagsgruppe die Übernahme von Hay House ab, einem führenden internationalen Verlag für Wellness- und Selbsthilfetitel. Neben dem Aufbau seines eigenen Distributionszentrums im englischen Grantham erweiterte Penguin Random House US seine Distributionseinrichtung in Crawfordsville im US-Bundesstaat Indiana. Zu den größten Bestsellern des Jahres zählten neben "Funny Story" von Emily Henry und "First Lie Wins" von Ashley Elston erneut "Atomic Habits" von James Clear und "Taylor Swift: A Little Golden Book Biography" von Wendy Loggia.
Penguin Random House UK steigerte seinen Umsatz 2024, maßgeblich getrieben durch einen Anstieg der Hörbuchverkäufe sowie die Übernahme des Food- und Lifestyle-Verlags Quadrille. Zu den meistverkauften Büchern gehörten die Romane "We Solve Murders" und "The Last Devil To Die", beide von Richard Osman, sowie "None Of This Is True" von Lisa Jewell. Zu den Bestsellern von DK gehörten die Sachbücher "Timelines Of World History" und "The Natural History Book" sowie der Kindertitel "An Anthology Of Our Extraordinary Earth".
Auch Penguin Random House Grupo Editorial verzeichnete im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Zu den meistverkauften Titeln zählte "En Agosto Nos Vemos", ein postum veröffentlichter Roman des Literaturnobelpreisträgers Gabriel García Márquez. Weitere Bestseller waren die religiöse Veröffentlichung "Biblia Reina Valera 1960", der Ratgeber "Padre Rico, Padre Pobre" von Robert T. Kiyosaki sowie neue Werke von Autor:innen wie Arturo Pérez-Reverte, Julia Navarro, Javier Castillo, Joel Dicker und Juan Gómez-Jurado.
Bei der Penguin Random House Verlagsgruppe in Deutschland lagen Umsatz und Ergebnis 2024 auf dem Niveau des Vorjahres (als Anteil am Gesamtumsatz werden 6,3 Prozent genannt, das sind rund 311 Millionen Euro). Ein Rückgang der Verkaufszahlen von Bestsellern sei durch deutlich höhere Einnahmen aus dem Backlist-Programm weitgehend ausgeglichen. worden Zu den erfolgreichsten Büchern zählten "Dunkles Wasser" von Charlotte Link und "Das Mädchen aus Yorkshire" von Lucinda Riley sowie das Sachbuch "Nexus" von Yuval Noah Harari.
Zahlreiche Autor:innen von Penguin Random House wurden mit prestigeträchtigen Auszeichnungen geehrt, darunter der Nobelpreis für Literatur, drei National Book Awards, ein Pulitzer-Preis, ein Grammy, der britische Booker Prize sowie der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Für Penguin Random House würden sich Chancen aus der Untervertragnahme weiterer Autor:innen sowie aus neuen Buchprojekten ergeben. Die Verlagsgruppe sei gut positioniert, um in neue Märkte und Inhalte zu investieren und ihre Produkte einer möglichst großen Leserschaft anzubieten.