Österreichische Autorin

Barbara Frischmuth gestorben

31. März 2025
Redaktion Börsenblatt

Die Autorin und Übersetzerin Barbara Frischmuth verstarb am 30. März nach einer längeren schweren Erkrankung. In ihren Werken setzte sie sich mit Interkulturalität und der Pflanzenwelt auseinander. 

Barbara Frischmuth

Barbara Frischmuth, österreichische Schriftstellerin und Übersetzerin, ist am 30. März 2025 im Alter von 83 Jahren gestorben. Das teilte der Aufbau Verlag mit. Sie gilt als eine der wichtigsten Stimmen der österreichischen Gegenwartsliteratur.

Frischmuth wurde 1941 in Altaussee geboren und studierte am Dolmetsch-Institut in Graz Türkisch und Englisch. Sie lebte in der Türkei, in Ägypten, Ungarn und England, bevor sie 1999 wieder nach Altaussee zog und dort unter anderem Schirmherrin des Literaturmuseums Altaussee war. 

Ihr Debüt "Die Klosterschule" erregte 1968 Aufsehen und bildete den Auftakt zu einem vielgestaltigen Werk aus Prosa, Lyrik und Essays. Frischmuths Interesse galt vor allem dem Nahen Osten und islamischen Kulturen. Zu ihren großen Erfolgen zählen Romane wie "Die Mystifikation der Sophie Silber", "Die Schrift des Freundes" oder "Woher wir kommen" sowie ihre literarischen Gartenbücher. Für ihr Werk wurde Frischmuth vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 1998 oder dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien 2019. Im Aufbau Verlag erschien zuletzt ihr Erzählungsband "Dein Schatten tanzt in der Küche".