"Helmut Schön − Eine Biografie" ist im Verlag Die Werkstatt erschienen. Der Autor Bernd-M. Beyer war langjähriger Cheflektor des Göttinger Verlags. Es ist bereits das vierte Mal, dass ein Werkstatt-Titel diese Auszeichnung erhält, so die Presseinformation des Verlags.
Die Jury aus elf renommierten Sportjournalisten lobte, der Autor habe seine Aufgabe, Helmut Schöns Leben zu beschreiben, "mit herkulischem Fleiß, akribischer Recherche, blendender Übersicht und feiner Schreibe aufs eleganteste gelöst". Nebenbei öffne das Buch "einen faszinierenden Blick auf sechs Jahrzehnte deutscher Geschichte". Nach der Lektüre frage man sich, "wie so hochinteressanter Stoff jahrzehntelang vergraben bleiben konnte".
Die Schön-Biografie setzte sich gegen elf weitere Titel auf der Shortlist durch.
Helmut Schön war von 1964 bis 1978 Bundestrainer, gilt bis heute als erfolgreichster: Unter ihm gewann die deutsche Nationalmannschaft sowohl bei Welt- wie Europameisterschaften jeweils den Titel sowie die Vizemeisterschaft. Schöns Elf um Franz Beckenbauer stand für einen technisch anspruchsvollen und offensiv geprägten Fußball. Die Biografie beschreibt aber auch Schöns eigene Karriere als Spieler – er wurde während der NS-Zeit Nationalspieler und zweifacher Deutscher Meister mit dem Dresdner SC – sowie sein Wirken als DDR-Auswahltrainer vor seiner Flucht in den Westen.
Die Preisübergabe findet am 20. Oktober auf der großen Gala zur Verleihung des Deutschen Fußball-Kulturpreises in der Nürnberger Tafelhalle statt.