Am Freitagnachmittag wurden auf der Leipziger Buchmesse die Gewinner:innen des SERAPH 2025 bekannt gegeben:
- In der Kategorie Bestes Debüt ging der Preis an Freya Petersen mit "Die Mutter der Masken - Säure" (Lost Hero Publishing).
- In der Kategorie Bestes Buch gewann Theresa Hannig mit "Parts per Million" (Fischer Tor).
- Den SERAPH für den Besten Independent-Titel gewann Kai-Holger Brassel mit "All An!" (Tredition).
Hanka Leo, neue Vorsitzende der Phantastischen Akademie, moderierte zum ersten Mal zusammen mit Natalja Schmidt die Preisverleihung auf der Großen Bühne in Halle 3. Leo stellte in ihrer Rede das Spannungsverhältnis von Genre und Weltgeschehen in den Mittelpunkt. "Was jenseits der Geschichten passiert, schafft die Notwendigkeit, sie zu erzählen", sagte sie und betonte, dass "Geschichten und Gesellschaft zwei Seiten derselben Medaille" seien. "Es obliegt uns allen, beides mitzugestalten", gab sie den zahlreichen Phantast:innen vor Ort mit auf den Weg.
Mit stolzen 19.000 Euro an Preisgeldern, die unter anderem dank eines erfolgreichen Spendenstreams der Autorin Liza Grimm zusammenkamen, konnte die Akademie in diesem Jahr die Siegertitel dotieren. 7000 Euro gibt es für das Beste Debüt und jeweils 6000 Euro für das Beste Buch und den Besten Indie. Freya Petersen sagte zu der Auszeichnung: "Ich bin gerührt zu sehen, dass es anscheinend nicht nur ein Buch ist, dass ich gebraucht habe, sondern auch ein Buch, dass andere Leute gewollt haben." Theresa Hannig betonte über ihren Climate-Fiction-Roman, er habe ihr viel abverlangt. Es sei schlimm gewesen, das Buch zu schreiben. "Aber dass es notwendig war, glaube ich nach wie vor." Kai-Holger Brassel, der erst seit wenigen Jahren im Romanbereich schreibt, berichtete von Selbstzweifeln als Autor. "Wenn sie heute kommen, stelle ich den SERAPH darauf und dann hat sich die Sache."