Eigentümerwechsel

Konstanz University Press wechselt zu Wallstein

Konstanz University Press (KUP), das Imprint des Verlags Wilhelm Fink, wechselt zum Wallstein Verlag in Göttingen, wie beide Verlage mitteilen. Grund ist der Beschluss des Herausgebergremiums von KUP, künftig nicht mit einem börsennotierten Unternehmen zusammenarbeiten zu wollen. Fink gehört seit Anfang 2017 dem börsennotierten Verlag Brill.

Mit Wilhelm Fink zusammen wurde auch der Schwesterverlag Ferdinand Schöningh zu Jahresbeginn von der Brill Deutschland GmbH übernommen. Brill Deutschland ist eine Tochter des an der Amsterdamer Börse notierten Wissenschaftsverlags Brill mit Hauptsitz in Leiden, Niederlande.

Das aus sechs Novitäten bestehende Frühjahrsprogramm soll laut Mitteilung bereits im Wallstein Verlag erscheinen. Weitere sechs Titel werden für den Herbst 2018 erwartet. Der Programmdirektor der Konstanz University Press, Bernd Stiegler, wird weiterhin als Herausgeber der Reihen Photogramme und Bild und Text sowie als Autor dem Wilhelm Fink Verlag verbunden bleiben.

Dem Herausgebergremium (Editorial Board) von Konstanz University Press gehören an: Monika Dommann, Wolfgang Essbach, Michael Hagner, Albrecht Koschorke, Kirsten Mahlke, Christoph Menke, Bernd Stiegler (Programmdirektor von KUP) und Dieter Thomä.

 

2 Kommentar/e

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  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    Was für eine absurde Begründung. Trennt man sich an der Uni Konstanz eigentlich jetzt auch von der Volkswagen Stiftung oder der Thyssen Stiftung usw., weil das alles auf Aktiengesellschaften basiert?
    Oder hat man in Konstanz was dagegen, dass Unternehmensbesitz breit gestreut ist und will nur mit echten Eigentümern (vulgo Kapitalisten) zusammen arbeiten? Aktien sind zu demokratisch?
    Das passt ja ganz wunderbar zur Open Access Ideologie.
    In der Pressemitteilung heißt es, dass man von Fink weg müsse, weil sich Änderungen in der Programm- und Preispolitik abzeichnen. Stimmt dann die Begründung mit der Börse nicht? Oder machen alle börsenotierten Verlage eine neue Preis- und Programmpolitik? In der Selbstbeschreibung gibt Konstanz bekannt, dass sich die Konstanz University Press in der Tradition der großen englsichen Wissenschaftsverlage verstehe. Und da gibt es keine Börsenunternehmen?
    Die Meldung ist so eigenartig wie die Tatsache, dass Forschungsgelder der Exzellenzinitiative genutzt werden, um Bücher zu drucken und gleichzeitig die DFG und die Konstanzer Universität die Open Access Publikation per Zwang durchsetzen will.

  • Bernhard Mittermaier

    Bernhard Mittermaier

    Lieber Herr Ulmer,
    zu Ihrem letzten Absatz:
    1. Forschungsgelder werden schon seit langem genutzt um Bücher zu drucken: "Druckkostenzuschuss"
    2. "gedruckte Bücher" und "Open Access" stellen keinen Widerspruch dar.
    Ihnen ein gutes Jahr 2018
    Bernhard Mittermaier

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