Unterwegs auf der Animagic in Bonn

Eintauchen in die Welt der Fantasy

23. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Auch dieses Jahr öffnete die Animagic in Bonn (31. Juli bis 2. August) ihre Pforten und lockte wieder Tausende Besucher an. Aus dem ganzen Land strömten die Fans zur Anime-Convention. Maike Oettel (15) hat sich für boersenblatt.net umgeschaut.

Hier dabei zu sein, ist ein einzigartiges Gefühl. Sobald man auch nur das Gelände der Beethovenhalle betritt, taucht man in eine Welt der Fantasy ein. Überall sieht man Menschen, die Cosplay machen, also das Verkleiden als spezielle Figur eines Mangas oder Animes. Doch nicht nur Cosplayer bekommt man zu sehen, auch vielerlei Veranstaltungen, Ehrengäste und Händler waren auf der Animagic 2009. Für Unterhaltung war immer gesorgt.

Zahlreiche Verlage und Händler hatten ihre Stände auf der Animagic aufgebaut. Dort fand man nicht nur deutsche Produkte, sondern auch zahlreiche japanische Exponate. Wohl jeder Fan konnte etwas entdecken, um seine Sammlung zu vervollständigen. Auch wurden einige Neuheiten der Verlage auf der Animagic vorgestellt. Zum Beispiel gibt es jetzt die Handymangas des Verlags Tokyopop. Genauer gesagt gibt es die erste Episode der Mangas Gothic Sports, Grimms Mangas und Stupid Story. Man kann die Seiten selbst umblättern, pro Bild jedoch nur einige Sprechblasen lesen. Die Veröffentlichung weiterer Episoden ist geplant. Allerdings schließt man mit dem Kauf einer Handyepisode ein Abo von 4.99 Euro ab, während ein Manga nur 6.99 Euro kostet.

Ein weiterer Grund für die hohe Besucherzahl waren sicherlich auch die angekündigten Ehrengäste. Unter ihnen befanden sich nicht nur bekannte deutsche Manga-Autoren wie Anne Pätzke (Kulla) oder Natalie Wormsbecher (Life Tree`s Guardian), sondern auch japanische mit Rang und Namen. Die Schwestern Misaho Kujiradou (Princess Ai) und Kei Ishiyama (Grimms Mangas) beschäftigten sich freundlich mit den Fans und beantworteten gerne alle Fragen. Die beiden Zeichnerinnen haben sowohl in Japan als auch bei uns in Deutschland große Erfolge aufzuweisen. Trotzdem existiert zwischen ihnen kein Konkurrenzkampf.

Doch die Zeichnerin, deren Anwesenheit auf der Messe die beiden Starschwestern vielleicht noch übertrumpft hat, war Arina Tanemura (Jeanne die Kamikazediebin oder Shinshi Doumei Cross). Auch sie kam extra für die Animagic aus Japan, um die deutschen Fans zu treffen. Die sonst so scheue Arina zeigte sich offen gegenüber den Fans, denen sie mit einem süßen Lächeln entgegen trat. Außerdem hielt sie am Samstag einen Workshop ab und verriet dabei einige ihrer Zeichenkünste. Später gab sie auch wie die anderen japanischen Zeichner an 250 Fans, die eine Signierkarte errungen hatten, eines ihrer wertvollen Autogramme. Doch auch diejenigen, die nicht zu diesen Glückspilzen gehörten, konnten noch ein Autogramm bekommen. Dafür musste man nur einen der Bälle fangen, die Arina Tanemura nach der Signierstunde in die Menge warf.

Damit auch Musikliebhaber auf ihre Kosten kamen, gab die Band „Aural Vampire" kostenlose Konzerte. Diese in Japan sehr beliebte Gruppe macht eine Mischung aus Elektro, Goth und New Wave. Die beiden Bandmitglieder sind ein höchst ungewöhnliches Paar: Die Leadsängerin, eine junge Frau, hat einen sehr eigensinnigen Kleidungsstil und ihr Partner tritt nie ohne Maske auf. Man muss sie wirklich einmal erlebt haben! Außer „Aural Vampire" traten auch viele Amateursänger und Schauspieler auf, um die Menge bei Laune zu halten.

Das alles zeigt, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat die Animagic zu besuchen, denn dort warteten Spaß, Aufregung und es gab eine Menge zu sehen. Viele der Besucher werden sicherlich im nächsten Jahr wieder kommen.