25 Jahre VFLL

Was den Lektor:innen-Verband umtreibt

27. Februar 2025
Redaktion Börsenblatt

Im Jahr 2000 wurde der Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren e. V. (VFLL) gegründet. Zum Jubiläum blickt der Verband auf seine Entwicklung zurück - und berichtet von den Themen, die den Mitgliedern auf den Nägeln brennen.

Ein großer Stuhlkreis mit Menschen

Austausch auf der Fachtagung Freies Lektorat im Jahr 2024

Die Idee, einen Verband zu gründen, sei Ende der 1990er-Jahre auf der Frankfurter Buchmesse geboren worden, als sich freie Lektor:innen zum Austausch trafen, erinnert der VFLL im Rahmen des Jubiläums. Die Ziele seien damals und heute die Vernetzung untereinander, die Interessensvertretung und die Förderung der fachlichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange der Mitglieder.

Die Buchbranche sei nach wie vor ein Schwerpunkt der Mehrzahl der Mitglieder, aber heute gehören auch freie Lektor:innen aus anderen Bereichen dem VFLL an – beispielsweise dem Werbelektorat. Zudem sind inzwischen viele VFLL-Mitglieder für Selfpublisher:innen tätig.

Seit der offiziellen Vereinsgründung im Jahr 2000 ist der Verband kontinuierlich gewachsen: von 125 auf aktuell gut 1.300 Mitglieder.

Ihnen bietet der VFLL unter anderem:

  • fachlichen Austausch
  • vergünstigte Fortbildungen der VFLL-Akademie
  • eine kostenlose juristische Erstberatung.
  • Darüber hinaus sind Mitglieder berechtigt, ein Profil im rundum erneuerten Online-Lektoratsverzeichnis (lektor-in-finden.de) anzulegen.

Durch den Zusammenschluss im Verband erhalten die Mitglieder außerdem Vertretung in vielen sozialpolitischen Bereichen. So ist der VFLL etwa sowohl im Beirat als auch im Widerspruchsausschuss der Künstlersozialkasse (KSK) vertreten. Über die Deutsche Literaturkonferenz gehört der VFLL schon seit 2001 dem Deutschen Kulturrat an. Des Weiteren ist er Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Austausch pflegt der VFLL ebenfalls mit anderen Vereinigungen wie den BücherFrauen, den Jungen Verlags- und Medienmenschen und dem Selfpublisher-Verband.

Claudia Lüdtke, 1. Vorsitzende, sagte: "Der VFLL ist ein großartiges, lebendiges Netzwerk für freie Lektor:innen. Hier treffen sie auf geballtes Fachwissen rund ums freie Lektorat. Seit seiner Gründung hat sich der Verband stetig weiterentwickelt."

Themen, die bewegen

  • Ein Dauerbrenner der Mitglieder sei laut Verband die "Anerkennung des Freien Lektorats bei Auftraggebenden, was sich insbesondere in Sichtbarkeit und Honorierung ausdrückt."
  • Das wohl aktuellste Thema ist die KI und wie sie die Arbeitswelt verändert. Mitglieder haben sich zu einer AG zusammengeschlossen, der Verband bietet Vorträge und Austausch.
  • Im Jubiläumsjahr plant der VFLL einige Aktionen für Mitglieder und die Öffentlichkeit – der Verband will zeitnah informieren.