Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Die Börsenvereinsmitglieder entscheiden heute unter anderem über eine Reform der Beitragsstaffel, die eigentlich schon für die Hauptversammlung 2020 geplant gewesen war – dann aber noch einmal überarbeitet werden musste, um Konflikte mit dem Konzernnachlass zu vermeiden. Wie berichtet, sieht die Reform keine Deckelung mehr in der obersten Beitragsklasse vor, sondern proportionale Beitragssteigerungen.
„Bisher endet die Koppelung der Beiträge an Umsätze in einem bestimmten Bereich. Diese Grenze wollen wir aufheben und eine Formel einführen, die alle Umsätze an die Beiträge koppelt“, so Schatzmeister Klaus Gravemann in einem ausführlichen Interview zur Finanzlage des Börsenvereins (das ganze Interview hier): „Das würde sich in näherer oder fernerer Zukunft bei größeren Fusionen oder bei Eintritten ganz großer Mitglieder in den Verband einnahmesteigernd auswirken können. Heute ist davon noch kein Mitglied betroffen.“
Neben der Reform der Beitragsstaffel stehen auch Satzungsänderungen auf der Agenda, etwa zur Aufnahmegebühr, zur Digitale-Teilhabe im Verband, zur Stellvertretung der Hauptgeschäftsführung und zur Umbenennung von Sortimenter-Ausschuss und Verleger-Ausschuss. Alle Informationen zur Tagung gibt es hier.