Im September 2017 hatte der Spielwarenhändler Toys'R'Us Insolvenz angemeldet und seitdem vergeblich versucht, einen Käufer für seine 735 US-Filialen (inklusive Puerto Rico) zu finden. Nun droht allen US-Läden die Abwicklung – es sei denn, für 200 Top-Filialen in den USA kann noch ein Käufer gefunden werden. Die 100 Filialen in Großbritannien sollen geschlossen werden, weil kein Verkauf zustande kam. Das Unternehmen ist laut "Washington Post" mit acht Milliarden Dollar (rund 6,5 Milliarden Euro) verschuldet.
In Kanada, Asien und Mitteleuropa will Toys'R'Us sein Geschäft restrukturieren und gegebenenfalls seine Filialen verkaufen, heißt es weiter auf der Konzern-Website. Davon wäre auch das Geschäft in Deutschland betroffen. Derzeit verhandele man mit Käufern für die kanadischen Stores und die 200 am besten laufenden Filialen in den USA.
Dave Brandon, Chairman und CEO von Toys'R'Us, zeigte sich sehr enttäuscht angesichts dieses Ergebnisses, aber man habe nicht länger die finanzielle Unterstützung, um die Geschäftsaktivitäten in den USA fortzusetzen. "Dies ist ein wirklich trauriger Tag für uns und die Millionen von Kindern und Familien, denen wir in den vergangenen 70 Jahren gedient haben", sagte Brandon.
Dem Spielwarenhändler hatte in den vergangenen Jahren vor allem die Konkurrenz des Allesverkäufers Amazon zugesetzt.
Die Redaktion