Lesetipp

Stehen die Paperbacks vor dem Aus?

25. Februar 2025
Redaktion Börsenblatt

Die Verkaufszahlen für billige Paperbacks in den USA fallen seit Jahren. Nun hat der größte Zwischenhändler in den USA angekündigt, den Vertrieb an Großmärkte wie Walmart komplett einstellen zu wollen.

Ein Stapel Taschenbücher

Vom Massen- zum Nischenprodukt? Das Format der Paperbacks verliert in den USA an Bedeutung 

 

Wie "Publishers Weekly" meldet, machten im Jahr 2024 Paperbacks nur noch etwa 3 % der verkauften Einheiten im Einzelhandel aus, wie Circana BookScan errechnet hatte. Bis zu 70 Prozent der Paperbacks gingen an große Alleshändler wie Walmart, Kroger, Hudson News und andere. Der Trend in den wichtigsten Genres - Kriminalliteratur und Romance – zum E-Book war seit langem unübersehbar, im Handel wurde das margenschwache Format mit gemischten Gefühlen verkauft.

Wie "PublishersWeekly" meldete, will Readerlink, der größte Zwischenhändler, das Format komplett aus seinem Vertrieb streichen. Dem sollen gescheiterte Verhandlungen mit Verlagen vorausgegangen sein, was die Zahlungsmodalitäten angeht. So soll Readerlink gefordert haben, die Verlage nur nach verkauften (an der Kasse gescannten) Paperbacks zu entlohnen. Die Verlage hätten diesen Modalitäten nicht zustimmen wollen. Ende 2025 will Readerlink Schluss machen mit Paperbacks.

Mehr dazu auf "Publishers Weekly".