Politik

HDE warnt vor zu hohen Sozialabgaben

23. Januar 2025
Redaktion Börsenblatt

Kurz vor der vorgezogenen Bundestagswahl warnt der Handelsverband Deutschland (HDE) vor den Folgen wachsender Lohnnebenkosten. Der Verband fordert eine Deckelung, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken und Jobs zu erhalten.

Innenstadtszene mit vielen Menschen - Bild ist verschwommen

Handel: Stabile Beschäftigungszahlen

Obwohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin schwierig seien, bleibe die Beschäftigung im Einzelhandel stabil. Das belegt der Verband mit aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Demnach waren zum Stichtag 30. Juni 2024 erneut insgesamt mehr als 3,1 Millionen Menschen im Einzelhandel beschäftigt.

„Von der künftigen Bundesregierung ist ein klares Bekenntnis zur Zielmarke von 40 Prozent bei den Gesamtsozialversicherungsbeiträgen gefragt“, so Steven Haarke, HDE-Geschäftsführer für Arbeit, Bildung, Sozial- und Tarifpolitik. Laut BA ist die Gesamtbeschäftigung im Einzelhandel im Vergleich zum Vorjahresstichtag (30. Juni 2023) insgesamt um rund 13.000 Stellen zurückgegangen. Der Trend in der Branche ist damit auf sehr hohem Niveau minimal rückläufig. „Beschäftigung darf nicht durch zu hohe Abgabenlasten noch mehr an Attraktivität verlieren“, so Haarke weiter. Alles andere schwäche den Wirtschaftsstandort Deutschland.

„Der Handel hat eine enorme Fachkräftelücke aufzufüllen und ist dafür auch besonders auf qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen“, so Haarke. Positiv zu bewerten sei, dass der Einzelhandel etwa im Gegensatz zur Industrie insgesamt weiter eine sehr stabile Beschäftigungssituation vorzuweisen habe. So ist die Gesamtbeschäftigung in der Branche im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie (Stichtag: 30. Juni 2019) um rund 40.000 Stellen angewachsen. „Der Einzelhandel ist und bleibt damit ein leistungsstarker Arbeitgeber und Ausbilder, der auch in ländlichen Regionen sehr verlässlich Beschäftigung und Karrieremöglichkeiten anbieten kann“, betont Haarke.