Leipziger Buchmesse 2025

Franz-Hessel-Preis erstmals auf der LBM

18. Februar 2025
Redaktion Börsenblatt

Der deutsch-französische Franz-Hessel-Preis, wird erstmals auf der Leipziger Buchmesse vergeben. Der Preis, der an deutsch- und französischsprachige Autor:innen verliehen wird ist mit je 10.000 Euro pro Preisträger:in dotiert.

Deutsche und französische Fläggchen vor unscharfer Europakarte

Die Nominierten

Die Auswahl für den Preis trifft eine unabhängige deutsch-französische Jury. In der Endauswahl befinden sich:

in deutscher Sprache:

  • Zora del Buono: Seinetwegen (C. H. Beck, 2024)
  • André Kubiczek: Nostalgia (Rowohlt Berlin, 2024)

in französischer Sprache:

  • Hélène Gaudy: Archipels (L’Olivier, 2024)
  • Beata Umubyeyi Mairesse: Le convoi (Flammarion, 2024)

Die diesjährige Verleihung des Franz-Hessel-Preises findet am Freitag, den 28. März, um 16 Uhr im Congress Center Leipzig auf der Leipziger Buchmesse statt.

Astrid Böhmisch, Direktorin der Leipziger Buchmesse: "Ich freue mich sehr, dass der Franz-Hessel-Preis erstmalig auf der Leipziger Buchmesse verliehen wird. Denn er ist eine wichtige Auszeichnung für Werke, die sich mit den gesellschaftlichen Entwicklungen unserer Gegenwart beschäftigen und im Sinne des Namensgebers ein Brennglas auf das Leben ihrer Protagonisten richten. Durch den Franz-Hessel-Preis erhalten diese Werke mehr Aufmerksamkeit und die Chance, in die jeweils andere Sprache übersetzt zu werden. Das fördert das grenzübergreifende Verständnis für Literatur."

Preis wird seit 15 Jahren vergeben

Der Franz-Hessel-Preis wird seit 2010 gemeinsam von den deutschen und französischen Kulturminister:innen vergeben.

Mit dem Franz-Hessel-Preis für zeitgenössische Literatur werden ein:e deutsch- und ein:e französischsprachige:r Autor:in ausgezeichnet, die im Nachbarland noch wenig bekannt sind und deren Werke weitestgehend noch nicht übersetzt wurden. Die Stiftung Genshagen (Deutschland) und die Villa Gillet (Frankreich) vergeben den Franz-Hessel-Preis gemeinsam, der alternierend in Deutschland und Frankreich verliehen wird. Die deutsche Kulturstaatsministerin Claudia Roth und französische Kulturministerin Rachida Dati ermöglichen diesen Preis, der dazu beitragen soll, herausragende Literatur über die Ländergrenzen hinweg zu präsentieren sowie den literarischen und intellektuellen Dialog zwischen Deutschland und Frankreich zu vertiefen. Namensgeber ist der Schriftsteller und Übersetzer Franz Hessel (1880–1941), der mit seinem Leben und Werk (Pariser Romanze, Spazieren in Berlin) ein Mittler zwischen beiden Ländern und Kulturen war.