Adventsumfrage im Sortiment

Weihnachtsgeschäft startet mit kleinem Plus

Positiver Auftakt ins Weihnachtsgeschäft: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erwirtschafteten die Buchhändler in Deutschland in der Woche vor dem ersten Advent quer durch alle Regionen ein durchschnittliches Umsatzplus von 1,3 Prozent. Das geht aus aktuellen Marktdaten hervor, die das Börsenblatt ermittelt hat.

Einkäufe am ersten Adventswochenende

Einkäufe am ersten Adventswochenende © Claus Setzer

Rund ein Drittel der befragten Buchhandlungen verzeichnete konstante Umsätze, von einzelnen Ausreißern wie plus 20 oder minus 25 Prozent abgesehen bewegte sich die Umsatzveränderung sonst im 5-Prozent-Bereich.

Dadurch, dass in diesem Jahr der Heiligabend auf den vierten Advent fällt, ist der traditionelle Zeitraum für den Geschenkekauf kürzer als 2016, wie die Buchhändler anmerkten. Insbesondere in Baden-Württemberg und Sachsen zählten sie deutlich mehr Kunden als im Vorjahreszeitraum. Generell wurden in Buchhandlungen in kleineren Orten eine geringere Kundenfrequenz registriert als im Innenstadtbereich größerer Städte und in Stadtteilbuchhandlungen.

Kehlmanns "Tyll" liegt vorn

Die bestverkauften Titel der vergangenen Woche liegen neben starken regionalen Titeln vor allem in der Belletristik, allen voran Daniel Kehlmanns "Tyll" (Rowohlt), Juli Zehs "Leere Herzen" (Luchterhand) und Ken Folletts "Fundament der Ewigkeit" (Bastei Lübbe). Im Kinder- und Jugendbuch liegt Jeff Kinneys zwölfter Band von "Gregs Tagebuch", "Und Tschüss!" (Baumhaus), mit Abstand vorn. Im Sachbuch führen Peter Wohllebens "Das geheime Netzwerk der Natur" (Ludwig), Gregor Gysis Autobiografie "Ein Leben ist zuwenig" (Aufbau) und Rolf Dobellis Glückswegefinder "Die Kunst des guten Lebens" (Piper) die Bestsellerriege an.

Jenseits der Bücher verkauften sich vor allem Adventskalender und Kalender sehr gut, auch hier immer wieder regionale Besonderheiten. In der Wismarer Buchhandlung Peplau etwa hatte sich seit Mittwoch der im Eigenverlag erschienene "Wismarer Wochenkalender" mehr als 150-mal verkauft. Daneben gingen auch Hörbücher überdurchschnittlich, gerade mit Hinblick auf den Nikolaustag. Zudem zieht den Buchhändlern zufolge die Hörspielwürfel Toniebox neue Kunden an.

Für die Stichprobe hat das Börsenblatt deutschlandweit 50 Buchhandlungen unterschiedlicher Umsatzklassen befragt. Erhebungszeitraum für die aktuellen Zahlen war der 27. November bis 2. Dezember.

Einzelhändler zeigen sich "verhalten zufrieden"

Nach einer Trendumfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) unter 400 Unternehmen aller Größen, Standorte und Branchen zeigt sich der Einzelhandel mit der Woche vor dem ersten Advent "verhalten zufrieden", die Umsätze liegen leicht über Vorjahr. Am häufigsten griffen die Kunden bei Spielwaren, Gutscheinen und warmer Winterkleidung zu. Vielen Händlern machten laut HDE sinkende Kundenfrequenzen zu schaffen.

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