Umsatzminus in den ersten neun Monaten

Videobranche setzt auf das Weihnachtsgeschäft

Die deutsche Videobranche hat in den ersten neun Monaten im transaktionalen Videomarkt 812 Millionen Euro erwirtschaftet − und damit 4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (847 Millionen Euro). Im dritten Quartal, separat betrachtet, wurde allerdings wieder ein Umsatzzuwachs erzielt.

Das zeigen aktuelle Daten der GfK Panel Services Deutschland, die im Auftrag der Filmförderungsanstalt (FFA) erhoben werden. Diese beziehen sich auf den transaktionalen Videomarkt − ohne physische Leihmedien und Abo-Angebote bzw. SVoD (Subscriptional VoD), die nur noch halbjährlich ausgewiesen werden, so der Bundesverband Audivisuelle Medien (bvv) in einer Medieninformation.

Ergebnisse der ersten neun Monate im Kaufmarkt:

Der gesamte transaktionale Kaufmarktumsatz (DVD, Blu-ray, 4K UHD Blu-ray, EST) lag laut Studie bei 723 Millionen Euro (-7 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode mit 777 Mio. Euro). Innerhalb des Kaufmarktes gibt es jedoch starke Unterschiede: 

  • Der digitale Kaufmarkt EST (Electronic Sell Through) kletterte um 25 Prozent auf 98 Millionen Euro.
  • Das DVD-Geschäft musste Einbußen hinnehmen: minus 14 Prozent auf 383 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 445 Mio. Euro)
  • Der Blu-ray-Absatz fiel um 5 Prozent auf 241 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 254 Mio. Euro).
  • Die Ergebnisse belegen allerdings, so ein weiteres Ergebnis, dass die physischen Bildtonträger mit 86 Prozent des Kaufmarktumsatzes das Videogeschäft weiterhin dominieren.

Ergebnisse der ersten neun Monate im digitalen Verleihmarkt:

  • Hier konnte laut Erhebung das digitale Format "TVoD" (Transactional VoD) den Umsatz um 27 Prozent auf 89 Millionen Euro steigern (Vorjahresperiode: 70 Milo. Euro).

Positive Umsatz-Entwicklung im dritten Quartal

Im dritten Quartal 2017 stieg der Umsatz im Videokaufmarkt um 2 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2016. Damit setze sich die Trendumkehr nach dem schwachen ersten Quartal (-19 Prozent zum Vorjahresquartal) und dem wieder besseren zweiten Quartal (-1 Prozent), heißt es weiter. Oliver Trettin, Sprecher des bvv, kommentiert diese Entwicklung mit den Worten: "Da das Ostergeschäft in diesem Jahr erst im zweiten Quartal stattgefunden hat, ist die Umsatzdelle in Q1 nachzuvollziehen. Mit den starken Videoveröffentlichungen im vierten Quartal dieses Jahres kann die Videoindustrie vielleicht sogar noch in die Nähe des Vorjahresergebnisses kommen."

Im Videoverleihmarkt sei ebenfalls eine Trendumkehr erkennbar. Während die Umsätze im ersten Quartal dieses Jahres noch um minus 17 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis lagen, konnten im zweiten Quartal mit plus 3 Prozent und im dritten Quartal mit plus 5 Prozent Umsatzzuwächse verzeichnet werden.

Meistverkaufte Videos in den ersten neun Monaten

Physischen Verkaufscharts

  1. "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" (Warner Home Video)
  2. "Rogue One: A Star Wars Story" (Walt Disney Stories)
  3. "Fifty Shades of Grey 2 – Gefährliche Liebe" (Universal Pictures)

Digitaler Markt

  1. "John Wick: Kapitel 2" (Universal Pictures)
  2. "Willkommen bei den Hartmanns" (Warner Home Videos)
  3. "Guardians of the Galaxy Vol. 2" (Walt Disney Studios)

Schlagworte:

0 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • ...

    Informationen zum Kommentieren

    Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

  • ...
    Mein Kommentar

    Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

    Ihr Profilbild können Sie über den externen Dienst Gravatar einbinden.

    (E-Mail wird nicht veröffentlicht)
    CAPTCHA image
    Wenn Sie die Buchstabenkombination nicht entziffern können, erhalten Sie durch Klick auf die Buchstaben eine neue Kombination.

    * Pflichtfeld

nach oben