Marke wird Imprint des Wissenschaftsverlags

De Gruyter kauft Deutschen Kunstverlag

De Gruyter übernimmt zum 1. Januar 2018 den in Berlin und München ansässigen Deutschen Kunstverlag (DKV) − die Marke wird als Imprint weitergeführt. Die DKV-Standorte bleiben bis auf Weiteres bestehen.

Die DKV-Geschäftsführerin Stephanie Ecker wird nach Zusammenführung der Verlagsteile sowohl ihr ursprüngliches Programm als auch das kunstgeschichtliche Programm von De Gruyter leiten. "Wir sind erfreut, dass wir die Zukunft gemeinsam innerhalb eines gleichgesinnten Verlages gestalten werden", sagt Ecker: "Da die Programme der beiden Verlage sehr komplementär sind, können wir sicher sein, dass unsere gemeinsame Stärke nicht nur hohe Qualität und wirtschaftliche Sicherheit, sondern auch ein besseres, tieferes Programm und die besten Bedingungen für anhaltenden Erfolg in einem zunehmend internationalen wie digitalen Umfeld garantiert."

Das Programm des Deutschen Kunstverlags umfasst alle Bereiche der Kunst, Architektur, Fotografie, Denkmalpflege, Archäologie, des Designs und Kunsthandwerks, so die Medieninformation von De Gruyter weiter. Durch den Zukauf würden die Bereiche Kunst, Architektur, Landschaftsgestaltung und Design im Programm von De Gruyter und seinen Imprints ergänzt und gestärkt. Zudem publiziert der DKV Ausstellungskataloge, Dissertationen, Jahrbücher, Kunst- und Museumsführer sowie Monographien.

Insgesamt hat der Deutschen Kunstverlag rund 800 lieferbare Buchtitel in den Publikationssprachen Deutsch und Englisch und auch drei Fachzeitschriften in den Bereichen Architektur, Denkmalpflege und Kunstgeschichte im Programm. Zu den wichtigsten wissenschaftliche Reihen gehören die "Italienischen Forschungen des Kunsthistorischen Instituts in Florenz – Max-Planck-Institut", die "Passagen / Passages" des Deutschen Forums für Kunstgeschichte in Paris und die "Kunstwissenschaftlichen Studien". Zu den wichtigen, regelmäßig erscheinenden Standardwerken zählt etwa "Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler" von Georg Dehio.

Der DKV wurde 1921 auf Anregung des Preußischen Ministeriums für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung in Berlin gegründet. Gesellschafter waren u. a. der Insel-Verlag, die Deutsche Verlagsanstalt und Walter de Gruyter. Ausgang der Publikationstätigkeit war der Auftrag, die Bestände der ehemaligen Königlich Preußischen Messbildanstalt zu verwalten, weshalb schon früh die fotografische Kunsttopografie einen Schwerpunkt bildete.

Anke Beck, Geschäftsführerin bei De Gruyter, sagt: "Uns gelingt durch die Zusammenlegung der Programmteile nicht nur ein weiterer, strategisch wichtiger Ausbau und auch neue Tiefe im Programm, sondern überdies ein Zuwachs an Kompetenz und Know-how durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen, die unser Haus bereichern werden und darüber hinaus unsere bestehenden Programme weiterentwickeln und vorantreiben können. Ich freue mich deshalb, Stephanie Ecker als Kollegin bei De Gruyter gewonnen zu haben."

De Gruyter will der Mitteilung zufolge in die weitere Digitalisierung des Programms investieren und die guten Beziehungen zu internationalen Institutionen ausbauen. Die DKV-Standorte in Berlin und München sollen bis auf Weiteres bestehen bleiben.

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