Kalenderpreis der Frankfurter Buchmesse

Die besten Kalender für 2018

Die Interessengemeinschaft (IG) Kalender hat heute auf der Frankfurter Buchmesse die besten Kalender für das Jahr 2018 vorgestellt: Aus 210 Einreichungen hatte eine Experten-Jury 18 Titel für die Shortlist nominiert, aus der sie nun die Siegertitel in sechs Kategorien gekürt hat.

Ausgezeichnet! Die Teilnahme am Wettbewerb hat sich gelohnt

Ausgezeichnet! Die Teilnahme am Wettbewerb hat sich gelohnt © Claus Setzer

Die Siegertitel nach Kategorien:

Bestes Fotokonzept: Wildes Afrika 2018 (Weingarten)

Begründung der Jury: Laurent Baheux gilt zu Recht als einer der renommiertesten Fotografen; er war Journalist und Redakteur, bevor er sich selbst das Fotografieren beibrachte. 2002 begann er während eines Aufenthalts in Tansania, Landschaften, Tiere und Objekte nur in Schwarz-Weiß abzulichten, und wie er seine Kunst perfektioniert hat, ist in diesem Kalender zu bestaunen. Ob wandernde Elefanten unter der sengenden Sonne, beeindruckende Bilder von Löwen, aufgerissene Flusspferdrachen oder malerisch biegsame Giraffenhälse vor der Silhoutte schlanker Bäume: In diesem sorgfältig komponierten Kalender bringt Baheux in exzellent "ausgeleuchteten" Bildern eine Landschaft zum Sprechen, fängt die Seele der Tiere ein.

Beste Ausstattung: PhotoCircle: Mood 2018 (DuMont)

Begründung der Jury: "Fast möchte man in die Landschaftsmotive hineingreifen, so dreidimensional wirken die Fotografien. Zu dieser außerordentlichen Wirkung trägt nicht nur der präzise Druck auf bestem Papier, sondern auch der glänzende Lacküberzug und die Fokussierung des Motivs durch einen runden Bilderrahmen im reinweißen Passepartout bei. Das eigens für den Kalender gestaltete Kalendarium bleibt wohltuend dezent im Hintergrund, die Bildunterschriften sind auf die Kalenderrückseite verbannt. Der »PhotoCircle: Mood« wird so zu einem Seherlebnis."

Bestes Grafikkonzept: City Maps 2018 (Ackermann)

Begründung der Jury: "Sehnsuchtsstädte wie Barcelona, New York oder St. Petersburg in fazinierenden alten Stadtplänen, das Kalendarium elegant ins grafische Bild eingefügt: Durch die ungewöhnliche Sichtweise bekommt man einen ganz anderen Zugang zu einer eigentlich vertrauten Stadt. Zugleich ist dieser Kalender auch eine Hommage an die Zeit, als Karten noch wahre Kunstwerke waren und echte Handarbeit von echten Künstlern. Alles ist in eher zarten, gedeckten Farben gehalten, so passt dieser Kalender an viele Wände, unabhängig von einer eher rustikalen oder modernen Einrichtung. Zudem ein tolles Geschenk - für Männer, die schon alles haben. Für jeden, der gern reist, ist der Kalender eine Einladung, mit den Fingern in Gedanken über das historische Pflaster zu wandern."

Bestes inhaltliches Konzept: Bienen 2018 (DuMont)

Begründung der Jury: "Piotr Socha weiß, was er illustriert und beschreibt: Er ist der Sohn eines Imkers. Bereits das im Gerstenberg Verlag erschienene Kindersachbuch hat überzeugt, und der DuMont Kalenderverlag hat die ebenso wissenswerten wie neugierig machenden Informationen über Bienen, die Kulturgeschichte der Bienen und die Finessen der Imkerei in einer Auswahl wunderbar ins Kalenderformat übertragen. Man blättert und betrachtet, staunt, wie charmant ein Illustrator Sachinformationen über das Trendthema Bienen grafisch zu vermitteln weiß - das Ganze in Deutschland gedruckt, auf Papier aus zertifizierter und umweltverträglicher Herstellung."

Beste innovative Idee: Kunst 2.0 2018   (Ackermann)

Begründung der Jury: "Wir sind verwirrt: Hat Renoir die Chinesische Mauer gemalt? War er überhaupt je in China? Und ist nach 100 Jahren plötzlich ein Kandinsky mit Schloss-Neuschwanstein-Motiv aufgetaucht? Nein, die Kunstgeschichte muss nicht umgeschrieben werden: Ackermann-Art-Director Stephan Schlieker und Verlagsleiterin Nicole Roussey haben mithilfe der sogenannten Deepart-Technologie zwölf neue Kunstwerke geschaffen. Neurowissenschaftler, Medieninformatiker und Physiker der Universität Tübingen hatten zuvor das Konzept von Deep Learning auf Bildbearbeitungsprozesse übertragen: Mit künstlichen neuronalen Netzen, die ähnlich wie das menschliche Gehirn funktionieren, „erlernt“ ein Algorithmus den Stil eines  Malers. Und dann kann ein van-Gogh-Algorithmus auf beliebige Motive angewendet werden. Klingt einfach, ist aber kompliziert: Ackermann hat unzählige Kombinationen ausprobiert, experimentiert, bis die Ergebnisse überzeugt haben. Am Ende ist es doch beruhigend, dass die Köpfe in Bad Pyrmont und München die künstliche Intelligenz toppen."

Bester Kalender mit Nutzwertkalendarium: Mama AG 2018. Familienplaner-Buch (Heye)

Begründung der Jury: "Aufteilung, Gestaltung, Inhalt und all die vielen, kleinen zusätzlichen Gadgets haben die Jury voll und ganz überzeugt. Man fragt sich, wie die moderne 'Familienmanagerin' ohne diesesn Kalender überleben soll. Er bietet die klassischen Vorteile des typischen Familienplaners (fünf Spalten für die Termine der Familienmitglieder, eine Jahresübersicht, Monatsübersichten), aber eben in Buchform zum Überall-Dabei-Haben statt fest an der Küchenwand hängend. Der Clou: Die Namen der Familienmitglieder müssen nur einmal für das ganze Jahr eingetragen werden. Neben den Standards, die die meisten Buchkalender inzwischen bieten (Adressteil, Einstecktasche für Zettel etc.) gibt es hier noch weiteren echten Mehrwert für Mütter (und Väter!):

  • Erste-Hilfe-Tipps
  • Stundenpläne für die Kids
  • perforierte Einkaufszettel für jede Woche
  • ein Lineal als Lesezeichen
  • und jede Woche einen Tipp für den Familienalltag, der oft in Richtung Downshifting geht: "Mach Dir nicht so viel Stress") - was ich persönlich toll finde, weil gerade berufstätige Mütter oft dazu neigen, sich selbst immer zu viel aufzuladen.

Rundum gelungen!

Alle für den Preis eingereichten Titel sind während der Frankfurter Buchmesse in der Kalendergalerie (Via Halle 3) zu sehen. Die Gewinner-Titel sind mit einem Aufkleber "Kalenderpreis der Frankfurter Buchmesse 2017" gekennzeichnet, den die Verlage der Sieger auch für den Handel nutzen können.

Unabhängig vom Kalenderpreis der Experten-Jury wird von der IG Kalender auch in diesem Jahr wieder ein Publikumspreis vergeben, bei dem Besucher der Kalendergalerie bis zum 15. Oktober per Stimmkarte ihren Favoriten wählen können. Jeder, der eine Stimmkarte abgibt, erhält einen eiegens für diesen Anlass gestalteten Lesezeichenkalender. Unter allen Teilnehmern werden zudem 25 Kalender verlost. Die Auszeichnungen sind nicht dotiert.


Eine illustrierte Übersicht aller eingereichten Kalender, die im Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) gelistet sind, sowie der Sieger-Titel in den sechs Preiskategorien bietet das Titelinformationssystem VLB-TIX in jeweils eigenen digitalen Vorschauen unter: www.vlbtix.de/kalenderpreis2017.

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