Für seinen Roman "Kraft"

Jonas Lüscher gewinnt Schweizer Buchpreis

Jonas Lüscher hat für seinen Roman "Kraft" (C.H. Beck) den Schweizer Buchpreis 2017 erhalten. Die Jury würdigte ihn als "welthaltiges, dringliches und sprachmächtiges Werk".

Jonas Lüscher

Jonas Lüscher © Ekko von Schwichow

Die Preisverleihung fand am 12. November im Theater Basel vor rund 400 Gästen statt, so die Presseinformation weiter. In "Kraft" geht es um den neoliberalen Rhetorikprofessor Richard Kraft, der seiner unglücklichen Ehe und seinen finanziellen Nöten zu entrinnen versucht, indem er im Silicon Valley an einem Schreibwettbewerb teilnimmt. Im Zentrum steht die Preisfrage, ob die beste aller Welten noch weiter verbessert werden kann. Die Jury erkennt in Lüschers Roman "einen fulminanten Text, der durch seine erfrischende Bösartigkeit eben so überzeugt wie durch seinen philosophischen Tiefgang und die kluge Gegenüberstellung von alter und neuer Welt."

Jonas Lüscher, geboren 1976, wuchs in Bern auf. Er war einige Jahre als Lektor sowie Stoffentwickler in der Münchner Filmwirtschaft tätig, bevor er Philosophie studierte. Zur Zeit arbeitet Lüscher an der ETH Zürich.

© C.H. Beck

Für den Schweizer Buchpreis erhält Jonas Lüscher 30.000 Franken Preisgeld, die weiteren Nominierten je 2.500 Franken.

"Kraft" war einer von fünf Titeln, welche die Jury im September aus 78 eingereichten Romanen und Essays von Schweizer Autoren nominiert hat. Die weiteren Nominierten waren:

  • Martina Clavadetscher: "Knochenlieder" (Edition Bücherlese)
  • Urs Faes: "Halt auf Verlangen. Ein Fahrtenbuch" (Suhrkamp Verlag)
  • Lukas Holliger: "Das kürzere Leben des Klaus Halm" (Zytglogge Verlag)
  • Julia Weber: "Immer ist alles schön" (Limmat Verlag).


Mitglieder der Jury für den Schweizer Buchpreis 2017 waren: Sabine Graf (Leiterin lit.z, LiteraturhausZentralschweiz, neu), Manfred Papst (Kulturredaktion NZZ am Sonntag, neu), Esther Schneider(Redaktionsleiterin Literatur SRF), Ursula Stamm (Buchhändlerin Bücher‐Fass Schaffhausen, neu) undPhilipp Theisohn (Förderprofessor für Neuere deutsche Literatur am Deutschen Seminar der Universität Zürich und Jury-Sprecher). Die Expertenjury wird regelmässig personell erneuert.

Zum Preis

Teilnahmeberechtigt für den Schweizer Buchpreis 2017 waren deutschsprachige literarische und essayistische Werke von in der Schweiz lebenden oder Schweizer Autoren, die zwischen Oktober 2016 und September 2017 erschienen sind. Der Schweizer Buchpreis wurde 2008 vom Verein LiteraturBasel und dem Schweizer Buchhändler‐ und Verleger‐Verband (SBVV) initiiert. Ziel ist es, die öffentliche Diskussion über Bücher von deutschsprachigen Schweizer Autoren zu animieren und mit der aktiven Werbung im Buchhandel sowie mit einer Lesetour durch die Schweiz und Nachbarländer dazu beizutragen, dass diese stärker wahrgenommen, gelesen und gekauft werden.

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