Buchcharts - die aktuellen Bestsellerlisten

Länder, Zeiten und Fantasien bereisen

Mit den Neueinsteigern der Woche Welten entdecken: Dan Brown schickt Robert Langdon in „Origin“ (Platz 2) nach Spanien. Marion Poschmanns Protagonisten pilgern in „Die Kieferninseln“ (Platz 22) durch Japan. Iny Lorentz unternimmt in „Die Widerspenstige“ (Platz 16) eine Zeitreise. Und Leigh Bardugos geleitet in „Das Lied der Krähen (Platz 20) durch eine schon bekannte Fantasiewelt. LAURA FRANZ

© Ehrenwirth

Belletristik-Bestseller (Hardcover, Verkaufszahlen vom 28. September bis 4. Oktober)

Erst vor zwei Tagen erschienen und schon heute auf Platz 2 der Belletristik-Bestsellerliste: Dan Browns neuer Thriller „Origin“ (Ehrenwirth). Es ist der fünfte Roman um Symbolforscher Robert Langdon. Brown verknüpft darin – wie bereits in den vorangegangenen Bänden – Wissenschaft und Religion, Codes und Kunst miteinander. Auf der Suche nach dem Ursprung der Menschheit und des Lebens überhaupt schickt er seinen Protagonisten auf eine Spanienreise. Die Gesamtauflage von Dan Browns bisher erschienenen Titeln beläuft sich auf mehr als 200 Millionen Exemplare, die in 56 Sprachen übersetzt wurden. Wer den Erfolgsautor einmal live erleben möchte: Am 14. Oktober ist er zu Gast auf der Frankfurter Buchmesse.

© Piper

Ein neuer Fall für Alexander Gerlach: In „Die linke Hand des Bösen“ (Piper) ermittelt der Kripochef in einer persönlichen Angelegenheit – sein Kollege Arne Heldt ist auf grausame Weise ermordet worden. Bei der Aufklärung eines Falls wurde der Kommissar selbst zum Opfer. Gerlachs Recherchen führen ihn von Deutschland nach Griechenland und weiter bis nach Aserbaidschan. Die Spuren deuten auf ein geheimes Netzwerk der Pornoindustrie hin. Nach „Schlaf, Engelchen, schlaf“ (2016) ist dies der 14. Krimi der beliebten Reihe von Autor Wolfgang Burger, mit dem ihm abermals ein Einstieg in die Bestsellerliste gelingt – Platz 13. Anlässlich der Neuerscheinung befindet sich Burger derzeit auf großer Lesetour.

© Boje

Kinderbuchautorin Sabine Städing legt eine neue Geschichte um Hexe Petronella vor. „Hexenbuch und Schnüffelnase“ (Boje, Platz 15) ist der fünfte Band um die zauberhafte Protagonistin, die in einem Apfelbaum im Garten der Familie Kuchenbrand lebt. Gemeinsam mit den Kuchenbrand-Zwillingen und deren Hund begibt sich Petronella auf die Suche nach den verschwundenen Apfelmännchen. Diese sind zuvor von einem Waldschrat verschleppt worden, der sie dazu verdonnert hat, seine Hütte auf Vordermann zu bringen. Ein Verzeichnis über Petronellas Abenteuer gibt es HIER.

© Droemer Knaur

Mit ihrem Bestseller „Die Wanderhure“ gelang Iny Lorentz 2004 der Durchbruch. Seither bringt das Münchner Autorenpaar, das sich hinter dem Pseudonym verbirgt, einen erfolgreichen historischen Roman nach dem nächsten heraus. Auch „Die Widerspenstige“ (Droemer Knaur) schafft es auf Platz 16 der Belletristik-Charts. Es geht um Johanna von Allersheim, die sich auf ihrer Flucht vor einer Zwangsehe als Mann ausgibt. Begleitet wird sie von ihrem Zwillingsbruder Karl. Gemeinsam finden sie Zuflucht bei einem Cousin und Festungskommandanten in Polen. Als die Truppen des Osmanischen Reiches gegen Wien ziehen, ist es zu spät für Johanna, ihre Tarnung aufzudecken.

© Droemer Knaur

„Das Lied der Krähen“ (Droemer Knaur, Platz 20) ist der erste Band von Leigh Bardugos Fantasy-Zweiteiler. Die Handlung trägt sich - wie schon in ihrer Grisha-Trilogie - in der fiktiven, von Amsterdam inspirierten Stadt Ketterdam zu. Eine Gruppe aus sechs Verbrechern treibt dort ihr Unwesen. Ihre Mission: Einen gefährlichen Magier aus dem bestgesichertsten Gefängnis der Welt zu befreien. Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive eines anderen Bandenmitglieds. Dabei wird deutlich, dass jeder Protagonist für sich ganz unterschiedliche Motive für die Befreiungsaktion hat. 

© Suhrkamp

Von der Shortlist des Deutschen Buchpreises in die Bestsellerliste: „Die Kieferninseln“ (Suhrkamp, Platz 22) von Marion Poschmann. In dem Roman flüchtet der Privatdozent und Bartexperte Gilbert Silvester nach Japan. Nachdem er geträumt hatte, dass seine Frau ihn betrügt, verlässt er fluchtartig die gemeinsame Wohnung und das Land. In Tokio angekommen, trifft er auf den Studenten Yosa Tamagotschi. Die beiden begeben sich auf Pilgerschaft: Der Deutsche auf den Fußspuren eines Dichters, der bereits im 17. Jahrhundert auf den Spuren eines Dichters aus dem 12. Jahrhundert durch das Land gezogen war; der Japaner (mit einem Selbstmordhandbuch im Gepäck) auf der Suche nach dem schönsten Ort für seinen Freitod.

© C.H. Beck

Sachbuch-Bestseller (Hardcover, Verkaufszahlen vom 21. September bis 4. Oktober)

Was geschieht hinter den Fronten des Dschihad? Dieser Frage ist die in Deutschland aufgewachsene Reporterin Souad Mekhennet nachgegangen. Allein, ohne Handy und bekleidet mit einer schwarzen Abaya begab sie sich für ihre Recherchen in die No-go-Areas des Terrors. So sprach sie mit dem Führer von al-Qaida, war in einem ägyptischen Foltergefängnis, enttarnte den IS-Henker „Jihadi John“ und kannte den Namen des erschossenen Attentäters der Pariser Anschläge vor der Polizei. Ihr Erfahrungsbericht „Nur wenn du allein kommst“ (C.H. Beck), der sich spannend wie ein Thriller liest, trifft offenbar den Nerv der Zeit - Platz 10.

© Rowohlt

Was hat eigentlich Robbie Williams in den letzten zehn Jahren gemacht? Eine ausführliche Zusammenfassung der jüngsten Höhen und Tiefen des Popstars liefert „Reveal: Robbie Williams“ (Rowohlt, Platz 13). Für das Buchprojekt begleitete der Musikjournalist Chris Heath den Sänger auf Schritt und Tritt. Er beobachtete ihn beim Komponieren, im Umgang mit seinen Kindern und bei seiner letzten Tournee zu „The Heavy Entertainment Show“ (2017). Eine intime Reportage über den Popstar und Privatmann Williams.

© Scorpio

Gibt es eine Formel für Glück? Der buddhistische Mönch Hemin Sunim wähnt sich auf jeden Fall in der Nähe einer solchen. Er hat ein Konzept für ein bewusstes Leben entwickelt. Ob in der Liebe oder dem Beruf, in „Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst“ (Scorpio) zeigt er auf, wie im hektischen Alltag der richtige Moment für eine Pause abgepasst werden kann, die Zeit zum Sehen, Staunen und Genießen eröffnet. In den Sachbuchcharts steigt der Titel in dieser Woche neu auf Platz 16 ein.

© Piper

Kauderwelsch Nachricht: Wer aus der Fülle und der Sprache der täglichen Berichterstattung nicht mehr schlau wird, dem helfen Jennifer Sieglar und Tim Schreder auf die Sprünge. In „Ich versteh die Welt nicht mehr“ (Piper) erklären die Journalisten (ZDF) die 33 wichtigsten Nachrichten unserer Zeit auf einfache und unterhaltsame Weise. Ob das Phänomen AfD, die Präsidentenwahl in den USA oder die Terroranschläge durch den IS – Bedarf an Aufklärung zu aktuellen Themen scheint zu bestehen, denn der Titel schafft es auf Platz 18 der Sachbuch-Bestsellerliste.

Über die Bestsellerlisten

Im Börsenblatt erscheinen wöchentlich die Belletristik-Bestsellerliste (Hardcover) und im wöchentlichen Wechsel die Ratgeber- und Sachbuch-Bestsellerliste (Hardcover; Erhebungszeitraum je 14 Tage), erhoben von GfK Entertainment. Die Bestsellerlisten werden aus den Verkaufszahlen von 2.100 Points of Sale in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, Bahnhofsbuchhandel, E-Commerce und Kauf/Warenhaus elektronisch ermittelt.

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