Bilanz der Stuttgarter Buchwochen

Gastland Spanien als Publikumsrenner

Die 67. Stuttgarter Buchwochen (9. November bis 3. Dezember) waren vom Gastland Spanien geprägt − besonders gut besucht war der "Spanische Tag", resümieren die Veranstalter. Insgesamt habe die Besucherzahl in etwa auf dem Niveau des Vorjahres gelegen.

Stuttgarter Buchwochen 2017

Stuttgarter Buchwochen 2017 © Börsenverein Baden-Württemberg

Das Besucherinteresse an Büchern und Lesen war auch im Jahr 2017 ungebrochen, fahren die Veranstalter fort. Auf den Buchwochen präsentierten vier spanische Schriftsteller ihre Werke: Die Erfolgsautorin Elia Barceló stellte ihr neues Buch "Das Licht von Marokko" (Pendo) vor. Paco Roca, der mit seinem deutschen Übersetzer André Höchemer anreiste, berichtete aus seiner Graphic Novel-Werkstatt, José Ovejero las aus "La seduccion" und die in Berlin lebende Autorin Rosa Sala Rose referierte über die Geschichte des Liedes "Lili Marleen".

Ein Bindeglied zwischen der deutschen und spanischen Kultur bildete der Abend mit dem im Schwarzwald lebenden Lyriker José F. A. Oliver, der seine Übersetzung von Lorcas Gedichten vorstellte und vom Flamenco-Sänger Jörg Hofmann begleitet wurde.

Wie sehr sich das Publikum für Spanien interessiert, sei auch am "Spanischen Tag" am 19. November zu spüren gewesen: Der Saal war bei einem "Schnupperkurs Spanisch" und einem "Literaturspaziergang" durch Madrid und Granada voll besetzt. Abgerundet wurde der Tag durch eine Tapas-Verkostung des Hädecke Verlages. Der spanische Schriftsteller Miguel de Cervantes stand im Mittelpunkt einer Comic-Ausstellung und einer privaten Don Quijote-Büchersammlung, die während des gesamten Zeitraums der Ausstellung auf den Buchwochen zu sehen waren.

Das literarische Buchhandelsquartett (v.l.): Dieter W. Fried, Eva Roll, Wolfgang Tischer (Moderation), Ninja Jardin und Bernd Muckenfuß

Das literarische Buchhandelsquartett (v.l.): Dieter W. Fried, Eva Roll, Wolfgang Tischer (Moderation), Ninja Jardin und Bernd Muckenfuß © Börsenverein Baden-Württemberg

Weitere Highlights

Vier Buchhändler aus Baden-Württemberg stellten bei einem "Literarischen Buchhandlungsquartett“ Bücher vor und diskutierten sie kontrovers wie bei dem Fernsehvorbild. Mehrere Zeichner führten am Wochenende die Besucher in die Welt des Comic ein.

Auch die Nachwuchsleser kamen wieder auf ihre Kosten: Bei den Schülerlesungen traten renommierte Autoren für jede Altersstufe auf, wie etwa Martin Baltscheit und Joachim Friedrich. Am 3. Dezember gingen die Buchwochen mit einem "Ritter Rost-Kindertag" zu Ende. Star des Tages war der Illustrator Jörg Hilbert, der die beliebte Kinderbuchfigur erschaffen hat.

Die Stuttgarter Buchwochen werden vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Landesverband Baden-Württemberg, und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg veranstaltet.

Die nächsten Stuttgarter Buchwochen finden vom 15. November bis 9. Dezember 2018 statt. Gastland werden die Niederlande sein.

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